D ie Krippe



Die Krippe in der Kirche St. Maria in der Kupfergasse
wird in der Zeit vom 1. Adventssonntag bis zum Fest Maria Lichtmeß am 2. Februar in drei Bildern aufgestellt:

Adventsbild  -  Weihnachtsbild  -  Die Heiligen Drei Könige 


Advent

Traditionell beginnt der Aufbau der Krippe mit einem adventlichen Thema wie etwa "Verkündigung an Maria", "Maria begegnet Elisabeth" (Maria Heimsuchung), die "Volkszählung" oder auch die "Verkündigung durch Johannes in der Wüste" Die Adventskrippe ist bewußt "karg" gestaltet, um den Blick auf das Wesentliche des Geschehens zu lenken und zu konzentrieren: Die Ankündigung der Ankunft Christi. Er steht noch verborgen im Mittelpunkt.

4-5 Tage vor Weihnachten wandelt sich das Bild und wird zur Baustelle... Der Umbau zum Weihnachtsgeschehen erfordert etwas Zeit.

 

Weihnachten - Die Geburt Jesu

Die Szene zeigt uns eine idyllische heile Welt. Die Zeit der Trockenheit, der Dürre, und des Verzichts ist vorüber! Vor dem funkelnden, nachtblauen Hintergrund breitet sich jetzt eine lebendige, blühende Landschaft aus. Wasser sprudelt aus einer Quelle am Hang und fließt in einen Bach. Frisches Moos bedeckt den Boden. Weiße Blüten leuchten überall aus dem Moos und am Bach sprießt junges Grün. Die Natur zeigt sich im Überfluß und lobt ihren Schöpfer. Junge Enten spazieren am Bach, Jungfüchse spielen im Unterholz, Vögel sitzen auf den Zweigen, ein Igel sitzt im Stroh, dem Kind ganz nah. Und noch viele andere Tiere sind zur Krippe gekommen. Es gibt keine Feindschaft, keine Rivalität zwischen ihnen.

Eine Brücke führt über "lebendiges Wasser" direkt in den Stall, zum göttlichen Kind. Von ihm geht strahlender Lichtglanz aus, der Maria und Josef und die ganze Szene erfaßt und an sich zieht. Alle stehen im Licht des Kindes.

Kinder stürmen begeistert den Erwachsenen voran zum Stall. Der steinige Weg hält sie nicht auf und sie haben als Gabe für das Kind Früchte mitgebracht. Die Hirten haben ihr Feuer verlassen und sind zur Krippe gekommen.

In vielen Details kann man Symbole und Zeichen entdecken. Etwa das weiße Lamm, das auf Christus als Opferlamm hindeutet; in der Krippe, der Zweig aus dem Christusdorn, der auf die Dornenkrone weist; immergrüne Tannen, Zeichen für das immerwährende Leben in Christus, das Wasser als Symbol des ewigen Lebens und anderes mehr.

Das Weihnachtsbild strahlt Harmonie und Frieden aus, soll Herz und Gemüt erfreuen und Hoffnung geben durch die unfaßbare Botschaft, daß Gott aus Liebe zu uns ein Mensch geworden ist.


Die Heiligen Drei Könige

In der Nacht zum 6. Januar, dem Fest der Hl. Drei Könige, kommen dann auch die Könige in unserer Krippe an, geführt von dem großen Stern, der plötzlich über dem Stall zu sehen ist. Neugierig betrachten die beim Kind gebliebenen Kinder die vornehmen Neuankömmlinge. Vor Staunen vergißt man zu musizieren, zu singen und zu spielen. Die Heiligen Drei Könige erweisen dem Kind die Ehre, beugen als Zeichen ihrer Verehrung die Knie und bringen kostbare Geschenke - Gold, Weihrauch und Myrrhe. Prächtig gekleidet, begleitet von Diener, Kamelführer und natürlich dem Kamel, das eigentlich ein Dromedar ist, tritt die Karawane ins Bild. Obwohl das Tier proportional zu den Krippenfiguren viel zu groß ist und jedes Jahr aufs Neue droht, die "Hauptperson", das Jesuskind, zu verdrängen, darf das Kamel doch immer wieder zur Krippe - sehr zur Freude der kleinen und "großen" Kinder. Wer sind diese Könige, Weisen, Magier? Von wo mögen sie hergekommen sein? Ein Blick in die Gesichter der Figuren gibt eine mögliche Antwort. Stellvertretend für alle Völker der Welt sind sie zur Krippe gekommen. Sie stehen für die Jugend, die Erwachsenen und die älteren Menschen.

Ihnen allen gilt die Frohbotschaft: Denn es ist uns ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, die Herrschaft ist gelegt auf seine Schultern und sein Name heißt: Wunderbarer, Herrlicher, der starke Gott, der Ewigkeiten Vater, Friedensfürst!


 

aktualisiert am: 08.03.2015

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