Quartalsbrief 2/2018


 

Klaus-Peter Vosen, Pfr.
Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung
„OmniaChristo“ in der Erzdiözese Köln
Schwalbengasse 1, 50667 Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

wir gehen auf frohe und festliche Tage zu!

Vom Donnerstag, den 14. Juni, bis Dienstag, den 19. Juni 2018,
haben wir in Düsseldorf und Köln auf Initiative der
Theresianischen Familienbewegung „OmniaChristo“
einen Reliquienschrein mit Überresten der heiligen Zélie und Louis Martin,
Eltern der heiligen Theresia vom Kinde Jesus „zu Gast“.

In festlichen heiligen Messen, Andachten und in stillem Gebet
wollen wir vom Leben Zélie und Louis‘ hören, das vorbildhaft war,
und die Fürsprache dieser beiden großen Heiligen all unsere Anliegen,
besonders diejenigen unserer Eheleute, ihrer Kinder und Familien,
aber auch jene der Alleinlebenden, Verwitweten und Kranken anvertrauen.

Was macht die Eltern der heiligen Theresia, unserer Patronin, so anziehend?

An Zélie Martin (1831-1877) fasziniert besonders ihre Fähigkeit ihren Beruf als Spitzenklöpplerin und „Firmenchefin“ mit einer vorbildlichen, liebevollen und zielstrebigen Sorge für Ehemann und ihre insgesamt neun Kinder zu verbinden. Gerade für Frauen unserer Tage, die auch in der beschriebenen Doppelbeanspruchung stehen, ist sie eine leuchtende Wegweiserin. Das Organisationstalent Zélies und ihre schier unglaubliche Energie bezogen ihre Kraft aus einem tiefen, hingebungsvollen Glauben. Er befähigte sie, auch in schweren Schicksalsschlägen und in langjähriger, zum Schluss sehr schmerzhafter Krankheit nicht zu resignieren, sondern auf Gottes gute Führung zu vertrauen, ein Beispiel großartiger Tapferkeit zu geben, an dem auch andere sich aufrichten konnten, und so ins ewige Leben hinüberzugehen.

Für Louis Martin (1823-1894) ist vor allem seine große, warmherzige und einfühlsame Güte charakteristisch, die er seiner Frau und seinen Kindern auf alle nur erdenkliche Weise bezeigte. In seiner Vaterliebe wurde er für seine Kinder zu einem Abbild des unendlich liebenden himmlischen Vaters. Gerade seine Tochter Theresia hat durch ihren liebevollen Vater Louis entscheidende Anstöße für ihr lichtes, helles Gottesbild und die Entwicklung ihrer Lehre vom Kleinen Weg. Aus seinem tiefen katholischen Glauben heraus gestaltete Louis auch sein Berufsleben als Uhrmacher und Goldschmied vorbildlich und bezeugte auch in der Öffentlichkeit glaubwürdig seine Zugehörigkeit zu Christus und Kirche. Nach dem frühen Tod seiner geliebten Ehefrau, bewährte dieser Heilige sich vorbildlich als alleinerziehender Vater - in einer schwierigen Situation, in der sich auch heute viele Frauen und Männer befinden. Alle schmerzlichen Ereignisse - von den neun Kindern Zélie und Louis starben vier im Kindesalter, und in den letzten Lebensjahren traf den früh Verwitweten selbst das Los schmerzlicher Erkrankung und fortschreitenden Verfalls seiner körperlichen und geistigen Kräfte - konnten den Mut und das Gottvertrauen sowie die große Liebenswürdigkeit dieses Heiligen nicht auslöschen. Gerade auch in Krankheit und Hilfsbedürftigkeit ist Louis ein Leitbild für eine Lebenshaltung, die unbeirrbar von einer Zukunft im Licht Gottes überzeugt ist.

Louis und Zélie sind von der Kirche nicht deswegen selig- (2008) und heiliggesprochen (2015) worden, weil sie der Kirche eine heilige (Theresia) und eine vielleicht bald selige Tochter (Léonie) geschenkt haben, oder weil die fünf Kinder aus ihrer Verbindung, die das Erwachsenenalter erreichten, alle in völlig freiwilliger Entscheidung für sich das Ordensleben wählten, sondern weil sie selbst Christen waren, die in heldenhafter Weise über das Normalmaß hinausragten.

Natürlich hatten beide auch ihre Schwächen. Die Energie Zélies machte sie manchmal ein wenig hart, die Güte Louis‘ ihn bisweilen etwas schwach und scheinbar wenig lebenstüchtig. Aber das kann uns die beiden eigentlich nur „sympathischer“ machen. Perfekt ist keiner, das wissen wir von uns selbst nur allzu gut, und es ist ermutigend zu erleben, dass auch die Heiligkeit Zélies und Louis‘ nicht gleichsam vom Himmel gefallen ist. Sie waren nicht von Anfang an Heilige, aber mit der Gnade Gottes und mit zäher Arbeit an sich selbst haben sie es verstanden, zu Horizonten vorzudringen, von denen sie zuvor kaum geträumt haben. Sie ließen die großartigen Möglichkeiten, die Gott in sie hineingelegt hat, zu Wirklichkeiten werden und laden auch uns ein, diesen Weg zu gehen.

Die heiligen Eltern unserer Patronin, die heiligen Louis und Zélie Martin, deren liturgischen Gedenktag die Kirche am 12. Juli, dem (Vor-)Tag ihrer Hochzeit, begeht, sind hervorragende Fürsprecher und Vorbilder für unsere Zeit. Die Tage des Besuchs ihrer Reliquien im Juli wollen wir deshalb mit ganzem Herzen begehen, die geistlichen Chancen, die sie bieten, wirklich nützen und alle Verwandten, Freunde und Bekannten, alle Menschen guten Willens dazu einladen.

So segnet und grüßt Sie und Euch in froher Erwartung Ihr/Euer

Klaus-Peter Vosen, Pfr.

(Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung
"OmniaChristo" in der Erzdiözese Köln)

April 2018



Im Rahmen des Reliquienbesuchs der heiligen Zélie und Louis Martin findet auch unser

Einkehrnachmittag am Samstag, den 16. Juni 2018,

ab 14h statt. Diesmal behandelt unser Diözesanpräses das Thema:

„Die Pädagogik der Heiligen -
Zélie und Louis Martin im Umgang mit ihren Kindern“.

Anmeldung bitte bis zum 8.Juni 2018.

Wir treffen uns zum Vortrag um 14 Uhr in der Kirche vor dem Schrein.
Gemeinsames Kaffeetrinken ist dann in der Pause wie gewohnt im oberen Pfarrsaal.
Ende gegen 17 Uhr.



Theresianische Familienbewegung
"OmniaChristo"
in der Erzdiözese Köln

Schwalbengasse 12-14, 50667 Köln
Tel.: 0221-25 722 06,  Fax: 0221-25 722 49

E-Mail:  info@omniachristo.de,   Homepage: www.omniachristo.de

Bankverbindung:  Pro OmniaChristo e.V.
Kölner Bank, BLZ: 370 600 87, Konto: 942 749 007
BIC:  GENODED1CGN,  IBAN: DE13 370 600 870 942 749 007
 

 

aktualisiert am: 05.04.2018

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