Quartalsbrief 1/2018


 

Klaus-Peter Vosen, Pfr.
Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung
„OmniaChristo“ in der Erzdiözese Köln
Schwalbengasse 1, 50667 Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

von unserer Patronin, der heiligen Theresia von Lisieux, ist uns überliefert, dass sie als Kind traurig wurde, wenn ein Sonntag sich dem Ende zuneigte. Die Festlichkeit des Herrentages, die Zeit, die im Familienkreis der eine für den anderen am Höhepunkt der Woche aufbringen konnte, viele schöne Beschäftigungen, denen man sich sonntags widmete - all das würde bald wieder der Vergangenheit angehören. Eine lange, anspruchsvolle und herausfordernde Arbeits- und Schulwoche lag aufs Neue vor ihr und ihren Lieben!

Vielleicht können wir am Ende der weihnachtlichen Festtage Theresias Melancholie beim „Wiedereinstieg" in die Normalität des Alltags nachempfinden. Weihnachten, der Jahreswechsel, Epiphanie werden mit hoher Feierlichkeit und glanzvoll begangen - in der Kirche und meist auch daheim. Jetzt breiten sich in den Herzen Leere manchmal vielleicht Überdruss aus.

Was kann man da machen? Nun, wir sollten bestrebt sein, Gott auch in den kleinen Dingen des Alltags zu finden, denn auch dort verbirgt er sich. Die heilige Theresia hat das Irdische mit der Welt Gottes in Verbindung zu bringen gewusst. Alle Geschöpfe und Dinge sprachen ihr von Gott, ob es eine Blume, Hühner aus der kleinen Landwirtschaft ihres Klosters oder der nächtliche Sternenhimmel waren. Gott ist nicht nur ein Gefährte für die Sonntage unseres Lebens (im wirklichen wie im übertragenen Sinne des Wortes), sondern er ist alltagstauglich und weicht keinen Moment aus unserem Leben. Wir müssen nur einen Blick für seine Nähe gewinnen. Fragen wir öfter: Was will Gott mir in dieser oder jener Begegnung, in diesem oder jenem Ereignis, in diesem oder jenem Wort und Bild mitteilen? Wir werden über das Ausmaß seiner „Präsenz" in unserem Dasein überrascht und beglückt sein!

Vielleicht kennen wir die zu Herzen und unter die Haut gehende Geschichte, die ein jüdischer Gottesgelehrter einmal erzählte: Ein Kind kommt vom Versteckspiel zur Mutter gelaufen und weint bitterlich. „Was ist denn?", fragt diese tröstend. „Haben deine Spielkameraden dein Versteck zu schnell entdeckt?" - „Nein", antwortet das Kind schluchzend, „es war noch viel schlimmer. Niemand hat mich gesucht!" Ob Gott nicht oftmals ähnlich sprechen könnte?

Wollen wir in diesem gerade begonnenen Jahr 2018 darum besorgt sein, Gott mit aller Liebe und allem Eifer zu suchen. Es wird nicht zu unserem Schaden sein, wie uns das Leben unserer lieben heiligen Theresia verdeutlicht.

Gott können wir übrigens auch immer in seinen Heiligen entdecken. Hierzu bietet uns das Jahr 2018 eine besondere Gelegenheit: In der Zeit vom 14. Bis 19. Juni haben wir die große Ehre, einen Schrein mit den Reliquien der Heiligen Zelie und Louis Martin, den Eltern Theresias, in Düsseldorf und Köln willkommen zu heißen. Die Theresianische Familienbewegung „OmniaChristo" wird ein anziehendes Programm mit heiligen Messen, Andachten, Anbetungsstunden, Filmen und Informationsveranstaltungen zusammenstellen, zu dem Sie und Ihr alle schon jetzt auf das herzliche eingeladen sind/seid und das bald in seinen Einzelheiten veröffentlicht wird. Im Leben von Zelie und Louis leuchtete Gottes Liebe und Nähe unübersehbar auf- das gibt uns die Hoffnung: Auch für uns kann es so sein und werden, wenn wir uns nach dem Wort einer ihrer Töchter bemühen, wie sie an einem zum Himmel hin geöffneten Fenster zu leben.

So grüßt und segnet Sie und Ihre Lieben zu Beginn des neuen Jahres 2018 von Herzen
Ihr/Euer

Klaus-Peter Vosen, Pfr.

(Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung
"OmniaChristo" in der Erzdiözese Köln)

Januar 2018



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aktualisiert am: 29.01.2018

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