Quartalsbrief 2/2017


 

K.-P. Vosen, Pfr.
Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung
"OmniaChristo" in der Erzdiözese Köln
Schwalbengasse 1, 50667 Köln


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

Ostern ist ein Fest mit großer Wirkung. Durch die Auferstehung Christi ist auch uns das Leben geschenkt. Und wenn wir die Inhalte vieler der österlichen Hochfeste des Kirchenjahres bedenken, wird uns ganz klar, wie sehr die Auferstehung des Herrn ihre Voraussetzung ist: Die Heimkehr zum Vater, die wir an Christi Himmelfahrt feiern, die Geistsendung, derer wir an Pfingsten froh gedenken, noch die Wiederkehr Christi, deren Verheißung das Christkönigsfest erfüllt, haben Ostern als Ermöglichungs-grund. Auch die Sakramente der Kirche beziehen ihre Kraft aus dem Osterereignis. Ist uns letzteres hinreichend bewusst?

Die heilige Theresia vom Kinde Jesus, unsere Patronin, sagt in einer wunderschönen Gedichtstrophe, in der sie den Tabernakelschlüssel anspricht:

„Kleiner Schlüssel, o, ich beneide dich!
Denn du kannst jeden Tag
Das ‚Gefängnis‘ der Eucharistie öffnen, wo der Gott der Liebe wohnt.
Aber ich könnte, welch süßes Wunder,
durch einen einzigen Aufschwung meines Glaubens,
ebenso den Tabernakel öffnen,
um mich bei dem göttlichen König zu verbergen…“

Auch wenn unser schwacher Glaube allein die physische Öffnung des Tabernakels nicht zuwege bringt - wie Theresia können wir durch Auferstehung Christi mit dem eucharistischen Christus als mit einem Lebendigen kommunizieren. Weil er auferstanden ist, können wir von Realpräsenz sprechen, weil Ostern wahrhaft stattgefunden hat, ist der Sohn Gottes für uns im Allerheiligsten Sakrament des Altars lebendig auffindbar und ansprechbar. Deswegen erreicht ihn hier unsere anbetende Liebe, deswegen empfangen wir, wenn wir dieses heilige Sakrament in uns aufnehmen, keine tote Materie, sondern tritt in einem Vorgang, den wir niemals gedanklich „aushalten“ könnten, wenn wir ihn ganz ermessen würden, das Leben selbst in unser Leben ein. Haben wir nicht bei jeder heiligen Messe, bei jeder Anbetungsstunde und bei jeder Fronleichnamsprozession allen Grund uns des Osterereignisses zu erinnern - mit einem Herzen voll höchster Freude und Dankbarkeit!

Mögen auch die Zeiten für katholische Christen, die ihren Glauben ernst nehmen, noch so schwierig sein: Wer an Ostern glaubt, wird immer wieder mit Überzeugung das Gebet des seligen Kardinal John Henry Newman sprechen, das für unsere Zeit wie gemacht scheint und doch schon über 100 Jahre alt ist. Es lautet

„O Gott, die Zeit ist voller Bedrängnis, die Sache Christi liegt wie im
Todeskampf. Und doch: Nie schritt Christus mächtiger durch die
Erdenzeit, nie war seine Nähe spürbarer, nie sein Dienst
köstlicher als jetzt.
O Gott, du kannst das Dunkel erhellen, du allein.“

Möchte die heilige Theresia, möchten ihre seligen Eltern uns in diesem sieghaften Vertrauen stärken, in welchem sie selber gelebt haben! Möge unser Osterglaube uns immer mehr zu dem großen Schatz werden, von dem wir nicht lassen im Leben und im Sterben. Möge er in uns immer stärker zu einem hellen Licht werden durch die lebendige Beziehung zum auferstandenen Christus im eucharistischen Sakrament!

So grüßt und segnet Sie und Ihre Lieben von Herzen Ihr

Klaus-Peter Vosen

(Diözesanpräses der Theresianischen Familienbewegung "OmniaChristo"
in der Erzdiözese Köln)


April 2017



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aktualisiert am: 06.04.2017

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